Wacholderbeeren Melasse
Das "Andız Pekmezi": Der ultimative Immunbooster aus dem Taurusgebirge.
Die raue Kraft der Berge
Wenn die kalte Jahreszeit anbricht und Grippewellen durchs Land rollen, schwört man in den anatolischen Bergregionen auf ein ganz spezielles Hausmittel: Die Wacholderbeeren Melasse, dort bekannt als Andız Pekmezi. Im Gegensatz zu den süßen, fruchtigen Melassen wie Traube oder Dattel, hat diese Essenz ihren Ursprung in den herben, harzigen Beeren des syrischen Wacholders (Juniperus drupacea).
Dieser Baum wächst primär in den rauen Höhenlagen des Taurusgebirges. Die Gewinnung der Melasse ist ein mühsamer, traditioneller Prozess, bei dem die holzigen Beeren lange gekocht werden, bis ein zähflüssiger, dunkelbrauner bis fast schwarzer Sirup entsteht, der in seinem Wirkstoffprofil mehr an eine hochkonzentrierte pflanzliche Medizin erinnert als an ein einfaches Lebensmittel.
Natürliches Antibiotikum
Die harzigen ätherischen Öle der Wacholderbeere wirken extrem stark antibakteriell und antiviral. Sie unterstützen das Immunsystem dabei, Erreger direkt im Rachen- und Magenraum unschädlich zu machen.
Blutreinigend
Traditionell wird das Andız Pekmezi auch für seine blutreinigenden Eigenschaften und zur Entgiftung (Detox) der Leber geschätzt. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe binden Umweltgifte effektiv.
Geschmack: Nichts für "Süßmäuler"
Wer bei Wacholderbeeren Melasse einen süßen Sirup erwartet, wird beim ersten Probieren überrascht sein. Das Andız Pekmezi schmeckt extrem intensiv, herb, leicht harzig und besitzt eine prägnante, medizinische Bitternote. Es erinnert im Abgang an Kiefernnadeln und dunklen Waldhonig. Genau dieser Geschmack ist jedoch der beste Beweis für die enorm hohe Konzentration der heilsamen ätherischen Öle.
Während Johannisbrotmelasse sehr weich und beruhigend auf die Lunge wirkt, ist die Wacholder-Variante das Mittel der Wahl, wenn der Körper bereits gegen eine hartnäckige Infektion kämpft. Ein Teelöffel pur am Morgen oder in einen lauwarmen Kräutertee gerührt, entfaltet sofort seine durchblutungsfördernde, wärmende Wirkung.
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